Wie können die verschiedenen Modelle von Leiterregalen verglichen werden? Deutlich ausgesprochen: Fast gar nicht. Aufgrund ihrer Vielfalt der Materialien und Formen sowie der verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten in unterschiedlich temperierten Räumlichkeiten wie Badezimmer, Küche, Garten, Schlaf- oder Wohnraum können kaum Aussagen darüber getroffen werden, welches Regal für welchen Standort am besten geeignet ist. Hierbei ist man ein wenig dem Fachwissen der Hersteller ausgeliefert sowie eigenen Erfahrungswerten und denen anderer Käufer oder Inhaber.
Deshalb sollten vor dem Kauf stets die Überlegungen einfließen, auf welchem Boden das Leiteregal gestellt werden soll. Dabei kann es sich etwa um Holz-, Stein- Teppich oder Laminatfußboden handeln. Ebenfalls muss bedacht werden, ob das Leiterregal für den Innen- oder den Außenraum genutzt werden soll. Ferner sollte auch die Konstitution der Wände bedacht werden.
Gerade in Altbauten sind Wände und Böden nicht gerade. Außerdem sind bei Altbauten häufig nachträgliche Zwischenwände eingebaut, die eine stabile Wandkonstruktion eines Leiterregals verhindern. Bei Neubauten herrscht oft das Problem, dass die Wände ebenfalls zwar gut isoliert sind, jedoch für einen sicheren Halt aufgrund ihrer geringeren Dicke kaum garantieren können.
Für diese Variationen bietet in allen Fällen ein Leiterregal in A-Form eine höhere Stabilität. Diese sind oft sogar frei im Raum stellbar und bedürfen keiner Wandbefestigung. Eine Rückwand bietet dem Regal jedoch stets mehr Halt.
Häufige Kritikpunkte bei Leiterregalen Hier folgt eine kleine Aufstellung von Kritikpunkte die Käufer von Leiterregalen - häufig zum Selbstaufbau - bei dem Kauf bedauern oder bemängeln.
- Die Abstände der Regalböden sind nicht auf gleicher Höhe (Oft Resultat einer unsauberen Arbeitsweise)
- Das an der Wand angelehnte Regal rutscht ohne richtige Befestigung (Leiterregale zum Anlehnen sind eher für Teppichböden geeignet. Eine Außenwand oder eine stabile Wandbefestigung können dieses Problem auch auf rutschigen Böden beheben.)
- Die Bohrlöcher sind nicht eben zueinander (Deutlicher Qualitätsmangel, der sich im Vorfeld durch Information von Käuferbewertungen ausschließen lässt)
- Die Schrauben sind unpassend (Leider ebenfalls ein Qualitätsmangel, der sich nur durch eigenes Nacharbeiten beheben lässt)
- Die Kanten des Metall- oder Holzregals sind unsauber geschliffen und weisen gefährliche Splitterungen auf (Ebenfalls ein deutlicher Qualitätsmangel, der sich ebenfalls nur durch Nachbesserung, entweder eigene oder seitens des Herstellers beheben lässt.)
- Die Dübel oder Kanten zum Auflegen der Böden sind zu kurz oder wackeln (Diese Qualitätsmangel lässt sich oft mit Holzleim beheben. Glas- oder Metallböden rutschen nicht mehr, wenn kleine Filz- oder Teppichstückchen unter die Platte gelegt werden.)
Leiterregale in A-Form, frei stellbar oder als Wandleiter Kleine Innenräume Beim Umzug oder bei der Renovierung werden immer wieder Möbel ausgetauscht. Anders gestaltete Räumlichkeiten verlangen nach Mobiliar, welches einen schönen Blickfang bietet und vor allem in kleinen Räumen Platz bietet um Ordnung zu schaffen.
Doch dort befindet sich oft links und rechts neben Fenstern und Balkontüren ein ungeahntes Platzreservoire, das mit herkömmlichen Kommoden, Tischen oder Schränken meist wegen der zu geringen Größe nicht bestückt werden kann. Wenn doch, wirkt es nicht selten gedrängt. Für solche Raumecken eignen sich Leiterregale, die wie eine Leiter einfach an die Wand gelehnt wirken. Natürlich sollte ein Leiterregal dennoch an der Oberseite mit Schrauben an dieser befestigt werden. Im Gegensatz zur Bauleiter soll das Wandleiterregal auf seinen Böden Bücher, Dekorationsgegenstände und anderen Wohnutensilien stabil tragen. Der Vorteil bei dieser normalen Leiterkonstruktion ist, dass auch Ecken, in die möglicherweise nur ein kleiner Dekorationstisch Platz gefunden hätte, nun auch in der Höhe genutzt werden können. Nicht nur die im Gegensatz zur Bauleiter verbreiterten Böden, meist sind es bei hohen Leiterregalen mehr als vier Stück, bieten Stauraum, auch an den Seiten lassen sich häufig noch Pflanzentöpfe oder Haltergefäße etwa für Stifte gut befestigen, selbst wenn dieses in der eigentlichen Konstruktion nicht vorgesehen war.
Große Innenräume Doch auch große Räume können von Leiterregalen optisch profitieren. Wo ein Schrank oder eine Kommode an einer großen Wand fast verloren wirken, kann ein großzügig daneben platziertes Leiterregal dank seiner freien Sicht auf die sich darauf befindlichen Gegenstände einen gezielten Dialog mit dem umgebenen Einrichtungsmobiliar erreichen. In derart großen Räumen eignet sich jedoch eher ein Leiterregal in der sogenannten A-Form. Dieses kann frei im Raum gestellt werden. Dabei kann es optisch hervorragend Ecken abrunden oder auch an großen Wandflächen vielleicht in Verbindung mit einem leicht höher befestigten Spiegel oder Bild dem Raum diese exquisite Note der Großzügigkeit unterstreichen.
Leiterregale im Außenraum Die Leiterregale, welche den Außenraum wie Garten, Terrasse oder Balkon zieren sollen, sind manchmal auch im Handel unter der Bezeichnung „Blumenregal“ erhältlich. Diese sind nicht selten kleinerer Größe, damit die Stabilität bei unterschiedlichen Wetterbedingungen und differenten Schweregraden von trockener und feuchter Blumenerde gewahrt bleibt. Standleiterregale für den Garten oder Balkon werden oft im Frühling erworben. Hier sollte darauf geachtet werden, dass diese aus wetterfesten Materialien gefertigt sind. Für den Garten wird oft
Bambus gewählt. Doch nicht das Material selber ist bei Außenregalen entscheidend, sondern die abschlussdichte Versiegelung. Keinesfalls sollte echtes
Holz für den Außenraum mit einfachem Acryllack geschützt werden. Dieser ist nicht wetterfest und kann bei den unterschiedlichen Temperaturen leicht brechen. Das
Holz beginnt dann unter der Schicht, marode zu werden und zu faulen.
Die Stabilität des Regals wäre damit nicht mehr gewährleistet. Für Außenregale ist eine wetterfeste Holzlackierung notwendig.
Materialien von Leiterregalen Doch sind Leiterregale nicht ausschließlich in Form von Standleitern erhältlich. Auch breitere Modelle, etwa solche, die über eine ganze Wand reichen, sind bei der Konstruktion möglich. Ebenso wenig müssen die Stufen aufeinander gesetzt sein. Diese können auch versetzt zueinander auf einer standfesten Haltevorrichtung in die Höhe gebaut sein. Standleiterregale erhalten ihre Bezeichnung aufgrund ihrer Stufenförmigen Böden, auf denen etwas gestellt werden kann. Dabei ist es nicht notwendig, dass die Stufen, wie bei einer richtigen Leiter genormte, exakt gleiche Abstände zueinander haben. Der Formenvielfalt, ob mit oder ohne Wandrücken und Seitenkonstruktionen sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Doch wie so oft im Leben: Manchmal täuscht der erste Eindruck. Deshalb sollte die Optik nicht das entscheidende Kriterium für den Kauf eines Leiterregals sein. Viel mehr Bedeutung ist dem Material beizumessen. Wer kennt sie nicht, die billigen Regale, die in finanziell schwachen Jugendzeiten unter schwerer intellektueller Bücherlast fast zu brechen drohten?
Leiterregale aus Metall Zwar vermag in erster Linie neben einer stabilen Konstruktion die Dicke des Regalbodens die Tragfähigkeit zu bestimmen. Das Material selbst bestimmt jedoch entscheidet darüber, wie belastungsfähig der Boden ist. Wenn Marmor, Stein und Eisen zwar einem bekannten Schlagertext zufolge bricht, ist es doch nicht abwegig, dass genannte Materialien bei ausreichend Dicke auch entsprechend hohe Tragfähigkeit versprechen. Die ersten beiden der genannten Materialien bilden zwar der Ausnahmefall bei der verkaufsfähigen Konstruktion von Leiterregalen. Letztgenanntes dürfte sich eher in rustikalen Wohnhäusern gehobener Klasse aufzufinden sein. Praktisch sind die optisch als Eisenkonstruktionen erscheinenden Leiterregale aufgrund des leichteren Gewichts jedoch meist verzierte und etwa durch graue oder schwarze Lackierung auf Eisen getrimmte Aluminium- oder Edelstahlelemente, die bei sicher berechneter und angefertigter Konstruktion auch auf schmalen Regalböden ausreichend Stabilität versprechen. Hierbei sollte man stets auf die Herstellerangaben achten.
Leiterregale mit Glas Auch Glasböden bieten visuell einen hervorragenden Eyecatcher. Doch auch hierbei täuscht man sich häufig in Bezug auf die Belastungsfähigkeit, wenn man von der Dicke der Glasfläche des Regalbodens ausgeht. So besitzt das optisch zum reinen Glas manchmal sogar identische Alu-Dibond eine sehr viel höhere Belastungsfähigkeit. Grund dafür sind die verleimten Alu- und Glasfasern, die dem inneren Material eine entsprechende Elastizität, also Nachgiebigkeit geben, ohne dass es zu äußeren sichtbaren Wölbungen kommt. Das äußere Gestell ist jedoch selten in derartiger Optik zu finden, da es in der Höhe zu biegsam ist und die Verschraubungen, wenn sie sich einmal lösen, zu schnell herausrutschen würden.
Leiterregale im Holzdesign Meistens jedoch sind Leiterregale in reiner Holzoptik im Handel erhältlich. Die Ablagen können ebenso mit Glasflächen variiert sein. Das bietet sich sogar für eine hygienischere Reinigung an, obgleich Holzregalböden zwar meist versiegelt sind. Doch auch hier liegt der Hase im Pfeffer. Gerade Holzmaterialien werden nicht selten falsch behandelt. Auf den ersten Blick wirken alle schick. Die Qualität der langen Haltbarkeit jedoch macht sich manchmal erst nach Jahren deutlich. Billige Regale sind meist konstruiert für die Wegwerfgesellschaft. Wer hierbei entsprechende Qualität erhält, darf sich glücklich schätzen. Doch das ist eher der Ausnahmefall. Sofern die Regale nicht selbst als Dekoration zur Aufbewahrung solcher, also eher leichterer Gegenstände dienen, und auch entsprechende Lasten tragen sollen, ist vom Kauf etwa günstiger Kiefernmöbel abzuraten. Oft ist auch die Versiegelung eher minderer Qualität und trägt Giftstoffe in sich, die noch nicht, oder erst spät nachgewiesen wurden.
Fazit: Wie bei jedem Kauf ist eine Internetrecherche empfehlenswert. Viele der oben beschriebenen Mängel treten bei Leiterregalen der günstigeren Preiskategorie auf und können schnell selbst behoben werden. Da es sich dabei meist um B-Ware handelt, ist ein Umtausch mehr als ineffizient. Bei teureren Artikeln jedoch dürfen derartige Mängel keineswegs erscheinen. Diese Leiterregale sollten dann auch nicht selber aufgebaut werden, da das manchmal zu einer Rücknahmeverweigerung des Herstellers führen kann.